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Gasthaus und Stall-Schuppen als Kulturdenkmal

Das Gasthaus "Zur Traube" wurde als langgestrecktes Doppelhaus des späten 18. Jahrhunderts entlang des steil ansteigenden Fußweges zwischen Schmalz- und Kirchgasse erbaut; parallel dazu der Stall-Schuppen.

 

 

Das Gasthaus

 

Über dem massiven Kellergeschoss sind zwei Fachwerkstöcke bzw. am hangseitigen Bau ein massives Erdgeschoss, ein Fachwerkstock und Mansard-Giebedächer, die Traufgesimse sind profiliert.

Unter Einbeziehung eines älteren Kellers von 1792, steht der heutige stattliche Bau zur Schmalzgasse - der rückwärtige Bau wurde vermutlich etwas später erstellt. Dieses Baudatum steht im Keilstein des korbbogigen Kellerportals an der Giebelseite. Dort findet man auch zwei, eine Brezel haltende, Löwen und eine Krone, sowie die Besitzerinitialen und das aufgedoppelte Türblatt aus der Erbauungszeit. Daneben ist die über eine Freitreppe erschlossene heutige Eingangstüre. Das am vorderen Gebäudeteil zur Schmalzgasse freiliegende Fachwerk wurde zum Teil für größere Fenster in den Gefachen ausgetauscht. An der Westtraufseite befindet sich ein Fußwalm, das Rückgebäude ist verschalt.

 

 

Der Stall-Schuppen

 

Er ist zweigeschossig und aus dem späten 18. Jahrhundert.

Im massiven unteren Teil befindet sich eine Brennerei und die Sauställe, im über eine Treppe erschlossenen Fachwerkgeschoss die Holzlege.

 

 

Das Gasthaus und der zugehörige Schuppen bilden als funktionale Einheit anschaulich eine Sachgesamtheit. Der Gasthof mit seinem barocken Mansard-Giebeldach ist ein für die historische Hauslandschaft der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts typisches, stattliches Beispiel.

An der Erhaltung der Sachgesamtheit insgesamt besteht aus heimatgeschichtlichen und wissenschaftlichen Gründen ein öffentliches Interesse.

 


© 2006 Ernst-Ulrich Schassberger